Cbr. Kuhnle war Weihbischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Er starb am 4. Februar im Alter von 94 Jahren in Tettnang, wo er wegen seiner gesundheitlichen Probleme in einem Pflegeheim untergebracht war. Zuletzt wohnte er in Oberzell bei Ravensburg. Er war gebürtiger Ravensburger und begann sein Studium der Theologie noch als Kriegsgefangener in einem Lager bei Chartres und beendete es in Tübingen. 1951 trat er der AV Cheruskia bei – gegen den Willen des Rottenburger Bischofs Leiprecht. 1952 wurde er zum Priester geweiht und war in vielen seelsorgerischen Ämtern in der Diözese tätig, darunter auch als Stadtdekan von Stuttgart. Nach seiner Bischofsweihe war er u.a. zuständig für die Caritas der Diözese.
Nach dem Tod von Bischof Georg Moser leitete er ein Jahr lang kommissarisch die Diözese bis zur Ernennung von Bischof Walter Kasper. Wie Kuhnle schon bei seiner Bischofsweihe angekündigt hatte, kehrte er 1991 nach seiner Emeritierung in die Seelsorge zurück und übernahm Pfarrstellen im Allgäu und später in Oberzell. In dieser Zeit nahm er wieder intensiven Kontakt mit seinen Bundesbrüdern auf. Allerdings waren die letzten Jahre schon durch die Probleme des Alters belastet.
Weihbischof Cbr. Kuhnle wird am Freitag, 12. Februar, in Weißenau beigesetzt.